Über mich
Reinhard Egger
Beratung und Therapie auf Augenhöhe – verwurzelt im echten Leben.
Bevor ich Diplom-Sozialpädagoge wurde und meine Praxis für Systemische Beratung gründete, habe ich die Welt aus vielen verschiedenen Perspektiven kennengelernt. Ich habe als Rettungsassistent gearbeitet, war LKW-Fahrer, habe im Handwerk bei Altbausanierungen geholfen und war über 17 Jahre lang als Fitnesstrainer tätig.
Warum ich Ihnen das erzähle? Weil es mir wichtig ist, dass Sie wissen: Ich kenne das echte Leben mit all seinen Facetten, seiner harten Arbeit und seinen existenziellen Herausforderungen. In meiner Praxis in Oberding erwartet Sie kein abgehobenes Theorie-Geflecht, sondern ein Gegenüber, das weiß, wie sich Krisen anfühlen. Auch privat bin ich – als Vater von drei Kindern und in einer langjährigen Partnerschaft – mit den Höhen und Tiefen von Familie und Beziehung bestens vertraut.
TV-Beitrag: Einblick in meine Arbeit
In einer Sendereihe von München TV, die verschiedene Coaches vorstellte, war auch ich zu sehen: eine kurze Einführung in die Teilearbeit, eine reale Demo mit einem Klienten und abschließende Worte – auch von mir. Ein guter erster Eindruck, wie ich arbeite.
Video von YouTube
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Welche Erfahrungen bringe ich mit?
Zum Studium bin ich bewusst erst mit 31 Jahren gekommen – nicht, weil es nicht anders ging, sondern nach über zehn Jahren mit einer eigenen beruflichen Laufbahn: als Rettungsassistent im Notarztdienst, als Ausbilder, mit dem Aufbau und der Leitung einer eigenen Dienststelle. Diese Erfahrung, Verantwortung zu tragen, bevor ich überhaupt akademisch qualifiziert war, ist bis heute Teil meines Selbstverständnisses. Mein beruflicher Weg hat mich seither durch ganz unterschiedliche weitere Felder menschlicher Erfahrung geführt. Angefangen hat es bei DAYTOP in Emmering, wo ich ein Jahr lang als Sozialpädagoge in einer Langzeit-Entwöhnungstherapie gearbeitet und Menschen auf ihrem Weg aus der Abhängigkeit begleitet habe. Danach kamen über 20 Jahre in der ambulanten Familien- und Erziehungshilfe – Jahre, die mein Verständnis für Familien in Krisen bis heute prägen. Seit Ende 2022 bin ich zudem im Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas Erding tätig und unterstütze dort Menschen mit seelischen und psychischen Herausforderungen. Und dann ist da noch die lange Zeit als Fitnesstrainer, fast zwei Jahrzehnte – nicht als Methode, die ich in der Beratung einsetze, sondern als Erfahrung, wie eng Motivation, Durchhaltevermögen und persönliche Veränderung miteinander verwoben sind.
Diese Stationen sind kein Zufall, sondern ein bewusst gewachsener, vielseitiger Erfahrungsschatz, der mein Verständnis für die ganze Bandbreite menschlicher Krisen und Veränderungsprozesse vertieft.
Mein vollständiger Werdegang
| seit Nov. 2022 | Sozialpsychiatrischer Dienst (SpDi), Caritas Erding Begleitung und Beratung von Menschen mit seelischen und psychischen Herausforderungen |
| seit Juli 2001 | Freiberufliche Praxis – Systemische Beratung & Therapie, Oberding Einzelberatung, Paartherapie, Familientherapie, Coaching, Supervision, Teamentwicklung |
| Dez. 2018 – Dez. 2022 | Geschäftsführer, Kreisjugendring Erding Operative Leitung der Geschäftsstelle, Trägerschaft JAS, OGTS, Schulsozialarbeit, Jugendzeltplatz, Haushaltsverantwortung |
| Juni 2013 – Nov. 2018 | Sozialpädagoge, Kath. Jugendfürsorge Dachau Aufbau und Weiterentwicklung ambulanter Erziehungshilfen, analog Dachauer Familienhilfe |
| Okt. 1998 – Mai 2013 | Sozialpädagoge, Dachauer Familienhilfe / Innere Mission München Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaften (§§ 30/31 SGB VIII), Familientherapie (SPFH), Schuldnerberatung, Mediation, Vorträge |
| Nov. 1997 – Sept. 1998 | Sozialpädagoge, DAYTOP Emmering Interdisziplinäres Team in einer Langzeit-Entwöhnungstherapie (illegale Drogen) |
| Okt. 1992 – März 1997 | Studium: Diplom-Sozialpädagoge (FH) Kath. Stiftungs-FH München · Abschluss „Sehr gut" · Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung |
| Okt. 1992 – Dez. 2009 | Personal Trainer & Ausbilder (teils freiberuflich) Fit-Plus, Elixia, Vitaparc, München/Gröbenzell · Personal Training, Reha, Ernährungsberatung, Trainerausbildung |
| Jan. 1989 | Bürokaufmann Externenprüfung, IHK München – Vorbereitung in 3 Monaten statt üblicher 3-jähriger Ausbildung |
| Jan. 1983 – Sept. 1992 | Rettungsassistent, Ausbilder & Dienststellenleiter Malteser Hilfsdienst, Gröbenzell & Dachau · Notarztdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung, ab 1991 Aufbau und Leitung einer neuen Dienststelle |
| Sept. 1981 – Dez. 1982 | Zivildienst Malteser Hilfsdienst, Gröbenzell · Rettungssanitäter und Ausbilder |
Meine Fort- & Weiterbildungen
- Systemischer Therapeut, Paar- und Familientherapeut (DGSF) – vft München, 1998–2001 (ca. 800 Unterrichtseinheiten)
- Hypnotherapeutische Konzepte – Dr. Gunther Schmidt, Heidelberg (ab 2003, laufend)
- Ego-State-Therapie / Traumatherapie – Dr. Jochen Peichl, Nürnberg
- Familien-, System- und Organisationsaufstellungen – Dr. Franz Ruppert, Peter Nemetschek, Gunther Schmidt, Fritz Simon, Gunthard Weber
- Systemische Konzepte für Organisationsberatung – Dr. Gunther Schmidt, Heidelberg
- Systemische Konzepte bei Familien mit Gewalt – Gerda Ruppert, Dachau/München
- Elterliche Präsenz ohne Gewalt nach Haim Omer – Gerda Ruppert, Dachau
- Insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft (IsoFak) – SGB VIII, Freising, 2018
- Videointeraktionsdiagnostik – Bindungsverhalten zw. Mutter und Kind, Dachau
- Schuldnerberatung, Vertiefungskurs – Ev. Hilfswerk / Innere Mission München
- Pädagogisches/Therapeutisches Arbeiten mit Pantomime – Würzburg
- Sozialfachreferent MHD – Köln, 1991
- Rückenschulkursleiter, Trainerlizenzen (C/B/A) – Fit-Plus, SPOT, München (1990–1995)
Wie bin ich zur Systemik gekommen? – Von den Besten gelernt
Mein therapeutisches Fundament stammt nicht nur aus Büchern, sondern direkt von den Pionieren und „Gurus“ der systemischen Szene – Fortbildungen, die mich durch die Jahre in Familienhilfe und Geschäftsführung hindurch begleitet haben. Ich verstehe mich bis heute als lernender Schüler dieser großen Ansätze.
„Meine Anfänge im Jahr 2003: Als begeisterter Schüler und Seminarteilnehmer bei Dr. Gunther Schmidt, dem Begründer des hypnosystemischen Ansatzes. Seine Methoden nutzen wir heute in der Praxis, um festgefahrene Denkmuster spürbar zu lockern.“
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Bei Dr. Gunther Schmidt in Heidelberg habe ich zum ersten Mal erlebt, wie viel sich verändern kann, wenn man mit inneren Bildern arbeitet statt mit reiner Analyse. Er selbst nennt sich übrigens nicht Therapeut, sondern, mit einem Augenzwinkern, „ein ethnologisch interessierter, vom Lande kommender Realitätenkellner" – jemand, der verschiedene Sichtweisen anbietet, ohne sie aufzudrängen. Genau diese Haltung habe ich mir seit meinen Anfängen 2003 als Seminarteilnehmer bei ihm abgeschaut und über die Jahre mit seinen Konzepten vertieft – zu Organisationsentwicklung ebenso wie zu Depression, Burnout oder Borderline. Was ich für meine eigene Arbeit daraus mitgenommen habe: Menschen verändern sich selten durch Erklärungen, aber oft durch ein Bild, das plötzlich passt. Genau das nutze ich bis heute, wenn ein Denkmuster sich festgefahren hat und Worte allein nicht mehr weiterhelfen.
„Mein Mentor: Von 1998 bis 2001 habe ich intensiv bei Peter Nemetschek, dem großen Systemik-Pionier, gelernt. 2017 durfte ich ihn für eine Fortbildung gewinnen – hier am Vorabend bei mir auf meiner roten Praxis-Couch.“
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Peter Nemetschek war von 1998 bis 2001 mein wichtigster Lehrer. Besonders geprägt hat mich sein Lebensfluss-Modell: Bunte Seile werden als Zeitstrahl auf dem Boden ausgelegt, wichtige Stationen mit Symbolen markiert – Menschen erleben ihre eigene Geschichte dadurch räumlich und körperlich, nicht nur als Erzählung. Das Mobile-Prinzip, das ich ebenfalls von ihm gelernt habe – bewegt sich ein Teil der Familie, bewegen sich alle mit –, ist bis heute die Grundlage meiner Arbeit mit Familien. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Abend im Jahr 2017: Ich hatte ihn, damals bereits 80 Jahre alt, noch einmal für eine Fortbildung gewinnen können, und er übernachtete bei uns zu Hause. Solche Begegnungen haben mich mindestens so sehr geprägt wie die Seminare selbst – vielleicht, weil sie zeigen, dass echte Systemik auch im ganz normalen Leben stattfindet, nicht nur im Seminarraum.
„Meine Mentorin: Parallel zu Peter Nemetschek habe ich von 1998 bis 2001 bei Brigitte Lämmle gelernt. Von ihr habe ich vor allem mitgenommen, wie man auch unangenehme Wahrheiten ausspricht, ohne dass sich jemand bloßgestellt fühlt.“
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Brigitte Lämmle war parallel zu Peter Nemetschek von 1998 bis 2001 meine zweite Hauptausbilderin, und die beiden haben mich auf sehr unterschiedliche Weise geprägt. Während bei Nemetschek die Struktur und das große Bild einer Familie im Vordergrund standen, ging es bei ihr sehr genau um die einzelne Begegnung: wie man auch schwierige oder unangenehme Wahrheiten so ausspricht, dass sich der andere dabei nicht bloßgestellt, sondern gesehen und wertgeschätzt fühlt. Das ist keine Technik, die man einmal lernt und dann abhakt – ich merke bis heute in schwierigen Gesprächen, wie sehr mich diese Haltung trägt. Wenn ich in einer Sitzung etwas ansprechen muss, das wehtun könnte, ist genau dieser von ihr gelernte Ton, den ich suche: ehrlich, aber nie von oben herab.
„In Weiterbildungen bei Dr. Jochen Peichl in Nürnberg habe ich die Ego-State-Therapie vertieft – die Arbeit mit den inneren Anteilen, die uns gerade in Krisen leiten oder blockieren können.“
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Bei Dr. Jochen Peichl in Nürnberg habe ich die Ego-State-Arbeit vertieft – die Arbeit mit den inneren Anteilen, die in uns mitsprechen, schützen, bremsen oder auch überfordern können. Ursprünglich haben John und Helen Watkins dieses Modell in den USA aus psychoanalytischen und hypnotherapeutischen Konzepten entwickelt. Jochen Peichl hat es dann um eine systemische Perspektive erweitert – genau die Verbindung, die auch meine eigene Arbeit prägt. Für mich ist daraus vor allem eines wichtig geworden: Ein innerer Anteil, der heute schwierig wirkt, hatte fast immer irgendwann eine gute Funktion. Diese Haltung – niemanden in sich selbst verurteilen zu müssen – trage ich in jede Sitzung mit, besonders in der traumasensiblen Begleitung.
Wie begleite ich Sie?
In meiner Praxis arbeite ich systemisch, lösungs- und ressourcenorientiert, allparteilich und veränderungsneutral. Das bedeutet: Ich ergreife keine Partei, ich verurteile nicht und ich stülpe Ihnen keine fertigen Lösungen über.
Ich nehme mir bewusst Zeit für Sie. Mein Ziel ist es, dass Sie meine Praxis nach einer Sitzung mit einer ersten spürbaren Erleichterung oder einem klaren, machbaren nächsten Schritt verlassen können. Da die Systemische Therapie als effektive Kurzzeittherapie konzipiert ist, lassen sich viele Anliegen oft in erstaunlich wenigen Sitzungen gut sortieren.
Häufige Fragen
Welche Qualifikationen bringen Sie mit?
Diplom-Sozialpädagoge, systemischer Therapeut und Familientherapeut (DGSF), Supervisor, mit über 20 Jahren Praxiserfahrung.
Unterliegen Sie der Schweigepflicht?
Ja, als Diplom-Sozialpädagoge gesetzlich nach § 203 StGB.
Wie arbeiten Sie?
Systemisch, lösungs- und ressourcenorientiert, allparteilich – mit einer breiten Methodenpalette je nach Anliegen.
Was unterscheidet Sie von anderen Praxen?
Jahrzehntelange echte Praxiserfahrung statt reiner Theorie, kaum Wartezeit, kurze und wirksame Begleitung.
